1. Theologische Grundlegung

Christus ist unser Friede

Frieden ist schon jet­zt eine in Chris­tus geschenk­te Wirk­lichkeit. Gle­ichzeit­ig leben wir noch nicht in Frieden, son­dern in ein­er uner­lösten Welt, in der Ungerechtigkeit und Krieg gegen­wär­tig sind. Deshalb erwarten und erhof­fen wir Gottes Frieden­sre­ich, in dem alle Men­schen in Gottes Schalom, in Würde und Gerechtigkeit leben können.

Die Kirche betet um Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöp­fung. Wir rech­nen mit Gottes Han­deln und sehen uns sel­ber in die Pflicht, dafür einzuste­hen und mutige Schritte auf dem Weg des Friedens zu gehen.

Für unser Reden und Han­deln ist Gewalt­losigkeit die von Chris­tus gewiesene Option, von der her alle anderen Optio­nen zu bedenken sind.

Der Stre­it daru­ber, wie diese Gewalt­losigkeit auch beim Schutz der Näch­sten in der uner­lösten Welt gelebt wer­den kann, ist uner­lässlich, da wir durch Tun wie durch Unter­lassen schuldig wer­den. Im Ver­trauen auf Gottes Verge­bung ruft die Kirche zum Frieden.

Kommentare

4 Gedanken zu „1. Theologische Grundlegung“

    • Gewat­losigkeit meint allerd­ings nicht den Verzicht auf Wieder­stand. Mit gewalt­freiem Wider­stand kann man sich gegen Ungerechtigkeit und Unter­drück­ung ein­set­zen. Es wird dabei allerd­ings keine Gewalt angewen­det. Ich glaube nicht, dass sich mit Gewalt “Frieden stiften” lässt.

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  1. Hier gibt es eine knappe the­ol­o­gis­che Grundlegung. 

    Was uns jedoch wei­thin fehlt, ist die geistliche Prax­is, nicht zu ver­wech­seln mit der litur­gis­chen, die ja ange­sprochen wird.
    Die Auseinan­der­set­zung mit den bib­lis­chen Grund­la­gen unseres Glaubens, das method­isch und anlass­be­zo­gen vielfältige Lesen, Durchdisku­tieren usw. von bib­lis­chen Geschicht­en und Tex­ten find­en in den Kirchen all­ge­mein (da macht auch die EKM keine Aus­nahme — lei­der) und den Biografien der Gläu­bi­gen viel zu wenig statt. Hier wün­schen wir uns von dem Papi­er noch mehr Anre­gung, mehr Ori­en­tierung hin auf die Quellen unseres Glaubens und an diesen Quellen.

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